
„Der Teufel hole meinen Ruf!
Eine Arbeit brauche ich!
Ein Einkommen brauche ich!
Ich berste vor Neid, wenn ich eure schönen Frauen, eure edlen Automobile und eure teuren Landhäuser sehe …“
G. B. Shaw „Der Arzt am Scheideweg“, 1
(Dr. Ridgeon)
E D I T O R I A L
Der Wahnsinn hat Methode ► Hat Donald noch alle Tassen im Schrank ► Ein Film von Gerhard-Stefan Neumann ►
Einen schönen guten Tag liebe Zuschauer und Zuschauerinnen, liebe Freunde und Freundinnen …

Hat unser allseits beliebter, geschätzter und bewunderter Donald Trump noch alle Tassen im Schrank oder befindet er sich schon im politischen Nirwana? – eine Frage, die Psychologen, Politologen und die Weltöffentlichkeit gleichermaßen beschäftigt, als wäre sie das finale Staffelfinale einer Spannungsgeladenen Serie namens „Trump und die Tassen“. Nun, als medizinischer Laie, aber passionierter Beobachter der politischen Bühne, wage ich es, dieses Kuriositätenkabinett ein wenig näher unter die Lupe zu nehmen – natürlich mit einer Prise Humor, denn bei Trump wird’s sonst schnell bitter(er).
Beginnen wir mit der Grundvoraussetzung:

Was bedeutet es eigentlich, „alle Tassen im Schrank zu haben“? Im Volksmund versteht man darunter: nicht den Verstand verloren zu haben, sprich: geistig klar, nüchtern, handlungsfähig zu sein. Bei Trump klafft hier eine gewisse Definitionslücke, denn sein Verhalten erinnert manchmal eher an einen Jongleur, der seine Tassen munter wegwirft und hinterher verzweifelt versucht, sie wieder aufzufangen.
Doch wehe, jemand sagt ihm, er habe seinen Verstand verloren – dann bläst er zur Attacke. Er ist bekannt dafür, gerne mal provozierend auszuteilen, Beleidigungen zu verteilen wie Konfetti bei einer amerikanischen Parade und dabei mit einem Grinsen im Gesicht, das ein bisschen an den Joker aus Batman erinnert, in die Kamera zu schauen.
Neuester Coup in Trumps politischem Repertoire:
Die religiöse Rhetorik.

Während früher Politiker versuchen, möglichst weltlich und inklusiv aufzutreten, hat Trump eine andere Strategie gewählt. Mit Videos wie „God made Trump“ präsentiert er sich fast schon messianisch, als wäre er direkt vom Himmel geschickt, um Amerika – nein, die Welt – zu retten. Dazu gesellt sich der Verkauf seiner eigenen Version der Bibel, betitelt „God Bless the USA Bible“. Kaufempfehlung für alle, die Evangelikale beeindrucken wollen – und nebenbei unersättlich sind nach Neuauflagen von heiligen Texten, die auch Instagram-tauglich sind.
Natürlich bekommt er dafür protestantische Stirnrunzler und katholische Seitenblicke. Für viele der traditionell gläubigen Christen wirkt das eher peinlich – wie ein Sänger bei einem Gospel-Chor, der den Ton nicht trifft. Doch bei seiner Kernwählerschaft, den Evangelikalen, kommt das an wie frisches Popcorn beim Filmabend.
Ihre Meinung ist klar:

Trump ist „von Gott gesandt“. Ob das himmlisch lustig oder eher irdisch beängstigend ist, hängt vom Standort ab und vom Gläsernen Auge des Betrachters.
Trumps außenpolitischer Stil gleicht weniger einer klassischen Diplomatie als vielmehr dem chaotisch-geschäftlichen Gerangel eines Autoverkäufers auf dem Jahrmarkt. Verträge? Nur wenn der Preis stimmt! Allianzen? Nur so lange, bis jemand nicht ausreichend „zahlt“. NATO oder Nordkorea – alle bekommen ihr Fett weg, wenn sie nicht „die richtige Miete“ einzahlen.
Langjährige Partnerschaften mit der EU oder Deutschland werden nach dem simplen Prinzip der Bilanzvergleiche bewertet:
Wer mehr reinsteckt, darf mehr erwarten und wer zu wenig bringt, kriegt einen öffentlichen Rüffel via Twitter – sozusagen der virtuelle Rohrstock des Präsidenten.
Das wirft Fragen auf:
Ist das nun politische Strategie oder der Versuch, internationale Beziehungen als Monopoly-Spiel neu zu erfinden? Sicher ist nur:
Trump schert sich herzlich wenig um diplomatische Konventionen, was seine Anhänger feiern und Gegner zur Weißglut treibt.
Ein faszinierendes Phänomen ist Trumps Anhängerschaft. Für viele seiner Unterstützer ist Trump der Retter, der endlich mal nicht nach den altbekannten Regeln spielt, sondern beherzt austeilt. Diejenigen, die sich sonst vielleicht über den politischen Einheitsbrei beschweren, finden in ihm einen, der politisch „auf Krawall gebürstet“ ist und sich nichts sagen lässt – eine Art Bad Boy unter den Politikern.
Die Fachwelt diskutiert über Narzissmus, kognitive Verfassung und psychische Gesundheit Trump’s, doch politisch bleibt er unaufhaltsam. Je mehr Kritik, desto enger schweißt ihn das mit seinen Fans zusammen. Das erinnert fast an einen Club, dessen Mitglieder sich durch äußere Anfeindung erst recht bestätigen und in ihrer Loyalität bestärkt fühlen.
Die entscheidende Frage bleibt:

Hat Trump noch alle Tassen im Schrank oder ist das alles nur eine wohlbedachte politische Performance, also kalkulierter Wahnsinn? Oder ist er tatsächlich schon auf dem Weg ins politische Nirwana, auf das kein Wiedersehen mehr folgt?
Die Antwort darauf wird vermutlich erst die Geschichte liefern – oder die nächste Wahl. Bis dahin gilt: Augen auf, Popcorn bereitstellen und das Spektakel genießen. Denn eines ist sicher:
Langeweile sieht anders aus!
Ob Donald Trump nun alle Tassen im Schrank hat oder nicht, ist letztlich eine Frage der Perspektive. Für seine Anhänger ist er ein messianischer Retter, der gegen die „politische Elite“ kämpft und dabei gerne mal die Schränke ausräumt. Für Kritiker ist er ein narzisstischer Provokateur, der sich immer mehr von der Realität entfernt.
Eines aber verbindet beide Lager:

Trumps politisches Theater bleibt eine der unterhaltsamsten und gleichzeitig rätselhaftesten Shows unserer Zeit. Und genau das macht ihn zu dem Phänomen, das wir beobachten, belachen, kritisieren oder bewundern – je nachdem, welche Tassen wir selbst im Schrank haben.
Meine sehr verehrten Damen und Herren und meine lieben Freunde und Freundinnen, das soll es für heute und in aller Kürze gewesen sein.

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Deutschland, Deutschland über alles, über alles wächst mal Gras. Ist das Gras so’n Stück gewachsen, frisst’s ein Schaf und sagt: Das war’s.
Na denn, meine sehr verehrten Damen und Herren und liebe Freunde und Freundinnen,
Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, ich kann nicht mehr die Augen schließen und meine heißen Tränen fließen. Deutschland hat ewigen Bestand, es ist ein kerngesundes Land! Mit seinen Eichen, seinen Linden werde ich es immer wiederfinden.
Das war ein Auszug aus den Nachtgedanken von Heinrich Heine …
Na denn – ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag, einen schönen Abend und gute Nacht und bleiben Sie gesund!

Gerhard-Stefan Neumann is a German blogger, photographer and journalist who deals with the topics of photography, media, fashion, politics and social media. He is married to his wife Stephanie and has two now-married children, Stephan and Stephanie, who also work in journalism. His work can be found on Flickr, YouTube, and X (formerly Twitter).
Gerhard-Stefan Neumann ► Freier Journalist ► Norikerstr. 19 ► 90402 Nürnberg ► Phone 01577 6 31 06 73 ► E-MAIL-Adresse ► mailto:contact@neumann-nuernberg.de ► Internet ► https://www.neumann-nuernberg.de/ ►


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