Christas Osterfreude ► Eine moderne Ostergeschichte ► von Gerhard-Stefan Neumann ►

Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►
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„Der Teufel hole meinen Ruf!

Eine Arbeit brauche ich!

Ein Einkommen brauche ich!

Ich berste vor Neid, wenn ich eure schönen Frauen, eure edlen Automobile und eure teuren Landhäuser sehe …“

G. B. Shaw

„Der Arzt am Scheideweg“, 1

(Dr. Ridgeon)


E D I T O R I A L

Christas Osterfreude ► Eine moderne Ostergeschichte ► von Gerhard-Stefan Neumann ►


Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Christa spielte wie immer mit ihren Murmeln. Es waren wunderschöne Murmeln, kleine und große, schön bemalt, einige von ihnen waren richtig kleine Kunstwerke aus Glas, Porzellan und sogar aus Keramik, aber das wusste Christa natürlich nicht so genau, aber ihre Mutter war sich da ganz sicher. Christa besaß ganz viele Murmeln und sie stammten aus allen Herren Ländern. Ihr Vater hatte sie ihr von seinen vielen Geschäftsreisen mitgebracht.

Und wenn ihr Papa einmal für längere Zeit zu Hause war, dann zeigte er seiner kleinen Tochter auf dem großen Leuchtglobus im Wohnzimmer all die fremden und fernen Länder, wo er die Murmeln gekauft hatte. Leider war Christas Papa viel zu oft fort und konnte sich deshalb nur ganz wenig um Christa kümmern – und das tat Christa natürlich sehr weh, denn sie liebte ihren Vater über alles auf der Welt. Und gerade heuer, ausgerechnet zu Ostern, wo es im Garten nur so blühte und die Natur erwachte, war er wieder einmal weg, auf einer großen und ganz langen Geschäftsreise. Ihre Großmutter sagte ihr gestern, dass sie schon ein großes Mädchen sein würde, wenn ihr Vater wieder kommen würde – und dabei musste die Großmutter weinen.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

In der Schule wurde Christa deswegen von ihren Kameradinnen immer ganz schlimm gehänselt, sie sagten immer, ihr Vater wäre ein ganz böser Mensch und er würde für lange Zeit im Gefängnis sitzen. Natürlich wusste Christa mit ihren sieben Jahren nicht, was ein Gefängnis ist und ihre Großmutter wollte sie auch nicht immer danach fragen, denn die Oma musste dann immer so schrecklich weinen. Besonders schlimm für Christa war es zu allem Unglück auch noch, dass sich schon seit mehreren Wochen ihre geliebte Mutter nicht mehr um sie kümmern konnte, weil diese schwer krank im Krankenhaus der großen Stadt lag. Christa durfte ihre Mutter bislang nur ganz selten sehen, weil sie ja noch so klein war und man dort, wo ihre Mutter lag, keine kleinen Kinder haben wollte. Selbstverständlich liebte Christa ihre Mutter sehr und wollte sie auch viel öfters sehen, aber das war für ihre Großmutter und sie gar nicht so einfach. Sie mussten dann immer mit dem Zug in die große Stadt fahren und dort in Busse und Straßenbahnen umsteigen, bis sie endlich in dem großen Krankenhaus ankamen. Dann mussten sie sich auch noch umziehen, bekamen Handschuhe und Schürzen und mussten über den Haaren sogar eine Haube tragen. Zu allem Überfluss mussten sie dann auch noch in so komische Sandalen hinein schlüpfen und bekamen schließlich noch ein weißes Tuch vor den Mund, so dass Christa und ihre Oma kaum richtig sprechen konnten. Christa war dann schon manchmal so müde, dass sie auf der Bank im Wartezimmer eingeschlafen war und von einer Krankenschwester geweckt werden musste.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Wenn Christa dann schließlich ihre Mutter sehen konnte, musste sie immer weinen. Vielleicht wollten die Schwestern gerade deswegen, dass Christa nicht so oft ihre Mutter besuchte – obwohl sich Christa immer bemühte, besonders tapfer zu sein. Anfassen oder gar umarmen durfte sie ihre Mutter nur ganz selten – meistens schlief sie ja und wenn sie mal gerade wach war, konnte sie sich nur mit äußerster Mühe mit ihrem Kind unterhalten. Christa tat dies jedes mal unsagbar weh, aber sie hielt immer tapfer durch. Die ersten Besuche bei der Mutter waren für Christa schlimm und sie konnte sich ganz genau daran erinnern:

Jede Menge Schläuche hingen an spitzen Nadeln, die in den dünnen Armen der Mutter steckten. Zuerst war Christa noch furchtbar über die dünnen Arme ihrer Mutter erschrocken, denn die waren nicht viel stärker als ihre eigenen. Sogar im Mund und in der Nase hatte damals ihre Mutter Schläuche stecken und alle mündeten in großen Flaschen, die an merkwürdigen Gestellen rings um das Bett der Mutter hingen.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Weißt Du Christa“, versuchte ihr die Großmutter zu erklären, „die Ärzte müssen Deine Mutter entgiften – sie hat in der letzten Zeit viel zu viel von dem Zeug … von den Medikamenten eingenommen“. Christa verstand zwar nicht, was die Großmutter meinte, aber das es schlimm war, erkannte sie am Zustand der Mutter.

Nach jedem Besuch im Krankenhaus hatte sie Alpträume, wachte mehrmals in der Nacht schweißgebadet und am ganzen Körper zitternd auf und immer waren ihr dann die Leiden der Mutter besonders nah und schmerzlich: Wie die so geliebte Mutter ihrem Bett lag und ihr einst so wunderschönes langes schwarzes Haar war wirr und ihr Gesicht fast so weiß wie das Christa betete oft und viel. Nicht nur im Religionsunterricht in der Schule, bei den Mahlzeiten zu Hause oder vor dem Schlafengehen. Fast jeden Tag schlich sie sich heimlich vom großelterlichen Bauernhof fort in die kleine Kapelle am entgegen gesetzten Ort des kleinen Dorfes. Immer mit dabei war Rex, ihr großer und starker Schäferhund. Rex war nicht nur groß und stark, sondern auch sehr klug. Und im Ernstfall würde er sie schon beschützen. So trabte der brave Rex fast jeden Tag mit der kleinen Christa im Schlepptau zu der kleinen Kapelle, machte es sich auf den sonnen erwärmten Stufen bequem und wartete geduldig, während drinnen seine junge Herrin betete. Und das konnte mitunter ganz schön lange dauern.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Ganz besonders hatte es Christa das große Kruzifix angetan, das gleich neben dem Eingang an der Wand hing. Christa war ein sehr gläubiges Mädchen. Sie verstand zwar nicht viel von diesen religiösen Dingen und im Religionsunterricht war sie hin und wieder auch nicht gerade die Aufmerksamste, aber eines wusste sie ganz genau und dessen war sie sich auch absolut sicher, wenn einer ihre Mutter wieder gesund machen und ihr den Papa zurückbringen konnte, dann war er es, Jesus, der da so schlimm geschunden am Kreuz hing – und sonst keiner· Und so betete sie mit ihrer ganzen kindlichen Inbrunst zu dem da oben – zu dem Gekreuzigten – und sie legte ihre ganze naive Frömmigkeit in ihr Gebet:

„Lieber Jesus, mache doch meine Mama wieder ganz gesund, bitte … und mache sie wieder so schön, wie sie vor der schlimmen Krankheit war und gib mir bitte meinen Papa wieder. Du weißt ja sicher, das er irgendwo in einem Gefängnis sein soll, ich weiß zwar nicht, was das ist … aber es ist bestimmt etwas ganz furchtbar Schlimmes… „, und während die Tränen in ihr hochstiegen und sie das Schluchzen kaum noch unterdrücken konnte, betete sie nach einer kleinen Pause weiter, „Ich will zu Mama, Papa und Großmutter auch immer ganz lieb sein, immer meine Hausaufgaben machen und ganz brav sein. Doch Jesus antwortete nicht .

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Ich brauche doch meine Mama und meinen Papa so ganz dringend“, drang sie weiter in den leblosen hölzernen Körper am Kreuz, doch dieser schwieg noch immer, „ich will auch ganz bestimmt jeden Sonntag in die Kirche gehen… „, flehte das Mädchen verzweifelt, doch Jesus ließ sich nicht erweichen und das blanke Entsetzen machte sich in dem hilflosen, kleinen Mädchenkörper breit:

Bitterlich weinend streckte sie die Ärmchen in die Höhe und in einem Gemisch aus kindlichem Zorn, verbunden mit der ganzen Unwissenheit und dem Unverständnis ihrer geplagten Seele schrie sie dem Gekreuzigten entgegen:

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Jesus … hörst Du mir überhaupt zu … ?“ Und Jesus schwieg noch immer und je mehr sie ihn anflehte, bettelte, ja, ihn mit ihren Blicken förmlich verschlang, so, als wollte sie zu ihrem unsagbaren Leid noch seines mit in sich aufnehmen, desto ferner und unnahbarer erschien er dem jungen Menschenkind, das seiner Hilfe so dringend bedurft hätte.

Nach einer Weile ergab sich das Kind seinem Schicksal. Jesus – ausgerechnet ihr Freund – wollte ihr also nicht helfen. Nun war sie mit sich und ihrer Not alleine. Wer weiß, was nun aus ihrer Mutter, ihrem Vater und der betagten Großmutter werden sollte. An sich dachte sie dabei am wenigsten. So schickte sie sich in ihrer unverstandenen und verschmähten Liebe zu dem Gekreuzigten an, die Kapelle zu verlassen und in ihrer grenzenlosen Traurigkeit den Heimweg anzutreten. Zuvor aber wollte sie dem so scheinbar Mächtigen einen langen, tiefen Blick, in dem die ganze Verachtung ihres jungen Lebens lag, zuwerfen, gleichsam so, als wollte sie sagen:

„Du da oben warst meine ganze Hoffnung, wie soll ich da unten, mit der ganzen Last meines jungen Lebens alleine zurechtkommen?“

Doch es blieb beim Gedanken, beim Plan, beim Vorhaben.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Als sie sich erhob, sah sie zu ihrem grenzenlosen Erstaunen, wie ein gleißender Lichtstrahl die großen bunten Fenster am Altar durchdrang und das imposante Kreuz in einem Lichtermeer aus Farben erleuchten ließ. Und während das gläubige junge Menschenkind noch andächtig die kleinen Hände etwas unbeholfen zum Gebet faltete, erklang die sonst so schmalbrüstige Orgel des Kirchleins zu einem machtvollen musikalischen Orkan, so, als hätten sämtliche himmlischen Heerscharen gleichzeitig ihren göttlichen Einsatzbefehl erhalten. Und noch ehe sich die kleine Christa von dieser für sie im wahrsten Sinne des Wortes himmlischen Überraschung erholen konnte, öffnete sich mit einem Schlage das Portal der Kapelle und eine ganz in weiß gekleidete Gestalt, umgeben von einem Strahlenkranz aus leuchtenden Sternen, betrat den Kirchenraum und kam auf das Mädchen zu.

„Ein Engel “ stotterte die verdutzte Christa, „Jesus hat mir tatsächlich geholfen …“ und sank mehr aus Erschöpfung über das eben Erlebte als aus Demut auf die Knie. „Doch der Engel nahm sie an der Hand und sprach mit ruhiger und sanfter Stimme:

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Fürchte Dich nicht mein Kind, der Herr ist bei Dir und Du wirst sehen, es wird alles wieder gut“. Wie zum Beweis führte der Engel das Mädchen an das Kreuz und zeigte auf seinen Herrn, den Gekreuzigten und meinte zu dem Mädchen: „Verzweifle nie an Dir oder Deinem Glauben, ER wird immer bei Dir sein“. Selbstredend hatte Christa ab sofort nicht mehr den geringsten Zweifel, schließlich war Jesus ihr Freund, zudem hatte sie dies jetzt sozusagen sogar amtlich – oder hätte er ihr sonst einen seiner Engel geschickt? Und als sie zu ihm hoch sah, um sich bei ihm zu bedanken, sah sie wie er lächelte und wie seine Augen in sichtlicher Freude über sein gelungenes Werk leuchteten und wie er Tränen der Freude vergoss.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Der Engel hieß das Mädchen, die Hände zu einer Schale zu formen und die Tränen des Gekreuzigten darin aufzufangen. „Jesus, bitte, weine nicht “ flehte das Mädchen ihn an, „ich bin ja bei Dir … und ich gehe bestimmt auch nicht weg, jedenfalls nicht gleich … und ich komme auch jeden Tag wieder, versprochen…“, und mit einem Male war das kleine Kirchenschiff von einer einzigen, klangvollen und mächtigen Stimme erfüllt und sie sprach:

„Dein Leben ist auch mein Leben. Gehe nun nach Hause zu Deiner Familie und Deine Gedanken werden fortan auch die meinen sein. Und vergiss es niemals:

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Meine Tränen werden Dir fortan immerwährend Erlösung und Glück bringen und Dir alle Deine Wünsche erfüllen“. Kaum waren die letzten Silben der wahrhaft himmlischen Stimme verklungen, erlosch das Licht, erstarb die Musik der Orgel, war Christas Schutzengel verschwunden und der Gekreuzigte hing genauso hölzern und unbeweglich am Kreuz der kleinen Kapelle wie die Jahrhunderte zuvor auch. Und als das Mädchen die gefalteten Hände öffnete, hörte sie etwas zu Boden fallen – sie bückte sich und fand eine wunderschöne Murmel. Es war die schönste Murmel, die sie je in ihrem jungen Leben gesehen hatte – groß, bunt und unsagbar leicht. Sie hob sie auf und richtete ihren fragenden Blick auf Jesus – doch der blieb stumm …

Federleicht lag die Glasperle in ihrer kleinen Hand. Eine wunderbare, fast herzliche Wärme ging von ihr aus, spendete Liebe und Zuversicht, nahm alle Sorgen des Mädchens in sich auf und machte es froh und glücklich.

Mitten in der Nacht schreckte Christa aus ihrem tiefen Schlaf hoch …

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Habe ich das alles nur geträumt“, fragte sie sich erstaunt, aufgeregt und gleichermaßen beglückt zugleich. „Das kann doch nicht sein, das ist doch unmöglich“, flüsterte sie froh und gleichzeitig etwas beunruhigt, „Jesus ist doch tot … oder sollte er tatsächlich doch …?“ Sie drehte sich herum und machte Licht. Im Schein des kleinen Nachttischlämpchens sah sie sich in ihrer kleinen Kammer um und stellte zu ihrer Beruhigung fest, das alles so war wie die ganzen langen Nächte zuvor auch. Vor dem Bett lag Rex, ihr treuer Schäferhund, er schlief tief und fest. Im Bett, am Fußende lag wie immer Mickey, die Katze. Alles war wie sonst auch, wenn da nicht ein verräterische Blinken neben dem Nachttischlämpchen gewesen wäre … Da lag die Murmel aus dem Traum …

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Also doch, Jesus ich liebe Dich …“ flüsterte das Mädchen glücklich und zufrieden und verkroch sich wieder in ihrem Bett, ohne natürlich nicht die Murmel aus den Augen zu lassen, deren Leuchtkraft die ganze Welt hätte erwärmen können. Und fortan gehörte sie Christa ganz alleine – für immer, für ihr ganzes Leben. Und Christa wusste, dass sie sich nie mehr in ihrem weiteren Leben Sorgen machen müsste, dass sie nie mehr Angst haben müsse. Und irgendwann überwältigte die Müdigkeit das Mädchen endgültig …

Das Frühjahr hatte schon längst begonnen, die Natur erwachte aus ihrem langen Winterschlaf, es grünte und blühte an allen Ecken und Enden, ja selbst die Tiere spürten instinktiv, dass die Zeit der Paarung nahe war. Ostern lag spät in diesem Jahr und so war es kein sonderliches Wunder, dass für Mitte April die Sonne ihre warmen Strahlen schon recht kräftig auf die Mutter Erde herunter scheinen ließ.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Und eben diese warmen Strahlen drangen früh am Morgen des Gründonnerstag in Christas Schlafkammer und kitzelten mit ihren vorwitzigen Strahlenspitzen so lange an Christas Stupsnäschen herum, bis sich die verschlafene Maus endlich anschickte, wach zu werden und den neuen Tag zu begrüßen. Natürlich hatte Christa wie alle anderen Schulkinder schon längst die sehnlichst erwarteten Osterferien, hätte also getrost noch eine Stunde in den heiß und innig geliebten Federn verbringen können, aber eine plötzliche unerklärlich Unruhe holte das kleine Mädchen mit Macht in die Wirklichkeit des neuen Tages. Verdutzt räkelte sich der kleine Schlafratz in den warmen und weichen Federn, malträtierte dabei, natürlich ungewollt, mit seinen kleinen Füßchen die behäbige schwarze Katze, die natürlich auch wie sonst immer am Fußende des Bettes schlief und die sofort mit einem beleidigten Miauen ob dieser ungewöhnlichen Behandlung aus dem Bett und dem mächtigen Schäferhund Rex in dessen breites Kreuz sprang. Dieser beschwerte sich natürlich postwendend. Einerseits mit einem lauten Bellen und andererseits mit einem gewaltigen Sprung auf seine vier Pfoten. Dabei warf er fast Christas Oma vom Stuhl, die schon längere Zeit auf das Aufwachen ihrer kleinen Enkelin gewartet hatte.

„Oma“, fragte das Kind neugierig, „was ist denn, warum sitzt Du hier … ist etwas geschehen, haben wir vielleicht schon Ostern?“ „Nein, mein Kind“, antwortete die Großmutter und nahm das Kind zärtlich in die Arme, „stell Dir vor Christa, Deiner Mutter geht es seit gestern so gut, dass sie auf jeden Fall über die Feiertage bei uns sein kann … es ist ein Wunder geschehen“. „Oh fein“, jubelte das Mädchen, „Oma, Oma, ich habe es gewusst … ich habe es gewusst … Jesus hat mir also doch geholfen und ich habe es nicht nur geträumt“.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Und das Kind erzählte der Großmutter seinen Traum. Diese guckte zwar anfangs ziemlich skeptisch über ihre alte Nickelbrille, aber zu guter Letzt ließ sie sich doch von der Begeisterung der Enkeltochter anstecken:

„Aber weißt Du Christa“, meinte sie schließlich, „das ist ja längst noch nicht alles. Heute morgen, in aller Herrgottsfrühe hat das Gefängnis … äh … das Gericht angerufen und mir mitgeteilt, das Dein Vater noch heute entlassen wird … und zwar für immer. Ich verstehe das auch nicht, aber er muss nicht mehr zurück, er muss nie wieder fort“.

Mit einem lauten Freudenschrei, der einem halben Indianerstamm zur Ehre gereicht hätte, fiel das Mädchen der Großmutter um den Hals, und dies mit einer solchen Wucht, dass kopfüber der Stuhl kippte und beide zu Boden fielen. Hund und Katze verschwanden vor Schreck über diese unerwarteten Gefühlsausbrüche schnurstracks unter Christas Bett. „Mein Gott Christa“, jammerte die alte Großmutter aus Verzweiflung und vor Schmerz, „ich bin doch eine alte Frau, mein Gott, mein Kreuz … auaah … und meine Brille … mein Gott, wie soll ich denn jetzt wieder jemals hochkommen?“

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Doch das Kind jauchzte nur so vor Vergnügen, hüpfte mit einem Satz zurück ins Bett – dass Hund und Katze unter dem Bett wahrscheinlich dachten, das Ende ihrer Tage wäre gekommen – schnappte sich die Murmel, faltete die Hände, schloss die Augen, ging in sich und betete. „Schließlich“, so fand Christa, „könne jetzt Jesus mal zeigen, was er könne – und außerdem wünschte sie sich es so sehr“.

Christa betete lange und inbrünstig und es war nicht umsonst. Als sie wieder die Augen öffnete erkannte sie ihre Großmutter nur mit Mühe wieder: Vor ihr stand eine gut gekleidete und wohlgenährte Dame mittleren Alters mit glatter und straffer Haut und eleganter Frisur und das Gesicht der Frau strahlte eine mütterliche, ja, fast eine großmütterliche Wärme aus. Und im Arm hielt diese Person ein Katzenbaby mit einem tiefschwarzem Fell und weißen Pfötchen, und zu ihren Füßen saß ein junger Schäferhund, der sie aus seinen großen, braunen Hundeaugen freundlich ansah. „Den alten, zerbrochenen Stuhl und die kaputte Brille“ dachte sich Christ insgeheim, “ würde sie gleich nach dem Frühstück in den Mülleimer werfen“.

Den großen, hageren Mann, der sich mühsam die Auffahrt zum Haus hoch kämpfte, erkannte Christa erst, als er vor ihr stand. Er trug einen alten, abgewetzten Regenmantel und darunter einen mindestens ebenso schäbigen dunklen Anzug, der ihm zudem noch viel zu weit war – jedenfalls schlotterte er an ihm ebenso herum, wie ihr altes Kleid draußen auf dem Acker an der Vogelscheuche. Der alte Schlapphut, den der Unbekannte auf seinem Kopf trug, hatte offenbar auch schon bessere Tage gesehen. Sein Gesicht war grau, die Haut eingefallen und tiefe Falten sprachen die sprichwörtliche Verzweiflung des Mannes aus.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Papa“, fragte Christa zögernd, freudig erregt und mitfühlend gleichermaßen, „Ja, mein Kind“, nickte der Mann und seine Stimme klang müde und brüchig, „ich bin Dein Vater“. Er hob seine kleine Tochter auf, nahm sie in die Arme und hielt sie ganz lange Zeit fest.

Am späten Nachmittag brachten die Sanitäter in einem großen Krankenwagen Christas Mutter. Sie saß in einem Rollstuhl und die Männer hoben sie mit einer besonderen Vorrichtung, die an dem Krankenwagen angebracht war, aus dem Auto und schoben sie ins Haus. Sie war noch sehr schwach und konnte kaum reden.

Wenig später lagen sich die Eltern in den Armen und beide weinten bitterlich. Ihr Schluchzen war so laut und so entsetzlich klagend, dass es Christa nicht mehr mit anhören konnte. Sie ging in ihr Zimmer und verschloss hinter sich die Tüte. Sie nahm ihre große, neue und wundervolle Murmel, kniete vor dem Kruzifix nieder und betete …

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Es war eine himmlische Musik, die Christa wieder in die Gegenwart zurückbrachte. Wie aus fernen Welten klangen die Harmonien der Sphären an ihr Ohr und eine ihr wohlbekannte Stimme sprach zu ihr: „Wer auf Jesus vertraut ist niemals verlassen“. Christa öffnete die Augen und sah sich schier starr vor Erstaunen in ihrem Zimmer um:

Da sah sie ihren Schutzengel am offenen Fenster sitzen und er lächelte sie an …

Autorenvermerk:

Gerhard-Stefan Neumann

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Die Scharia ► Das göttliche Schild und Schwert des Propheten Mohammed ► Ein Film von Gerhard-Stefan Neumann ►


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Der Wahnsinn hat Methode ► Ich will keine Renationalisierung Europas ► Ein Film von Gerhard-Stefan Neumann ►

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Europa ► Created by Stephanie Neumann
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Eine Auflösung der EU würde zu schweren wirtschaftlichen Verwerfungen führen, mit dem Zusammenbruch des Binnenmarktes, dem Ende des Euro und der Wiedereinführung nationaler Währungen, was massive Inflation, Handelseinbrüche und Arbeitsplatzverluste zur Folge hätte; zudem würden Grenzen wieder eingeführt, was Reise- und Arbeitsfreiheit beende, Lieferketten störe und die politischen Beziehungen destabilisiere, was zu Chaos, verstärkter Unsicherheit und einer Renationalisierung Europas führen.

Die Europäische Union (EU) ist ein komplexes Gebilde, das nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Stabilität für ihre Mitgliedsstaaten bietet. Doch was würde passieren, wenn diese Union aufgelöst würde? In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die potenziellen Folgen einer solchen Entscheidung und die damit verbundenen Herausforderungen für die Wirtschaft, den Binnenmarkt, die Währungen und die Gesellschaft.

Europa ► Created by Stephanie Neumann
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Der Binnenmarkt der EU ermöglicht es Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitskräfte, sich ohne große Hindernisse zwischen den Staaten zu bewegen. Die Auflösung der EU würde diesen Binnenmarkt stark gefährden. Plötzlich müssten Unternehmen wieder Zollgebühren zahlen, und Handelsabkommen, die über Jahrzehnte hinweg gewachsen sind, wären hinfällig. Dies könnte zu einer dramatischen Ablehnung des Handels führen. Unternehmen wären gezwungen, ihre Preise zu erhöhen, was eine massive Inflation zur Folge haben würde.

Die imposanten Zahlen des Handels innerhalb der EU sind beeindruckend. Laut Eurostat betrug der Handel unter den EU-Staaten 2020 rund 3,5 Milliarden Euro. Stell dir vor, dieser Wert würde sich durch hohe Zölle und Handelsbarrieren halbieren oder sogar noch weiter sinken! Hersteller in Deutschland könnten auf einmal Schwierigkeiten haben, ihre Produkte nach Italien zu verkaufen, und Importeure aus Spanien könnten den Zugang zu französischen Weinen verwehrt werden. Das Geschäft würde um einiges komplizierter sein, und es gibt Schwierigkeiten, sind auch Risiken nicht weit. Die Unsicherheit über die Warenströme würde Unternehmen zwingen, Arbeitsplätze abzubauen, was zu einer massiven Erhöhung der Arbeitslosigkeit führen würde.

Europa ► Created by Stephanie Neumann
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Der Euro hat sich als eine der stabilsten Währungen der Welt etabliert. Eine Auflösung der EU würde auch das Ende des Euro bedeuten. Länder, die heute den Euro nutzen, müssten ihre nationalen Währungen wieder einführen. Stell dir vor, Deutschland führt wieder die D-Mark ein, während Griechenland zur Drachme zurückkehrt. Die Volkswirtschaften dieser Länder müssten sich erst an die neuen Währungen anpassen, was zu einer enormen Zeitspanne der Instabilität führen könnte.

Das würde nicht nur chaotisch wirken, sondern auch massive Inflationsängste schüren. Wo immer Währungen schwanken, gibt es Unsicherheiten – und wo Unsicherheiten sind, gibt es Menschen, die ihre Ersparnisse in sichere Häfen bringen wollen. Das Vertrauen in die Finanzmärkte würde dahinschmelzen, und es wäre abzusehen, dass nationale Regierungen versuchen würden, ihr Geldsystem zu stabilisieren, was wiederum zu weiteren Eingriffen und Einschränkungen für die Bürger führen würde.

Europa ► Created by Stephanie Neumann
Europa ► Created by Stephanie Neumann

Eines der größten Errungenschaften der EU war die Schaffung eines Raumes, in dem Menschen frei reisen und arbeiten können. Die Wiedereinführung nationaler Grenzen würde das Reise- und Arbeitsleben der Bürger erheblich beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall könnte man sich vorstellen, dass man beim Passieren eines Landes wieder lange Warteschlangen an Grenzübergängen erleben muss, und wer weiß, vielleicht gibt es sogar wieder Grenzkontrollen auf den Autobahnen.

Das bedeutet nicht nur, dass Urlaubsreisen komplizierter und teurer werden, sondern auch, dass viele Arbeitnehmer, die in einem anderen EU-Land leben und arbeiten, ihre Jobs verlieren könnten. Die Wahl des Arbeitsplatzes ist ein grundlegendes Prinzip der EU, und wenn dieses freie Prinzip verschwindet, könnte es dazu führen, dass viele Fachkräfte zurück in ihre Heimatländer ziehen müssen oder, schlimmer noch, arbeitslos bleiben. Die Unsicherheit, die daraus resultiert, kann die Mobilität der Arbeitskräfte erheblich einschränken.

Europa ► Created by Stephanie Neumann
Europa ► Created by Stephanie Neumann

In einer globalisierten Welt sind die Lieferketten oft komplex und über Ländergrenzen hinaus miteinander verwoben. Die Auflösung der EU würde nicht nur den innereuropäischen Handel stören, sondern auch Auswirkungen auf internationale Handelsbeziehungen haben. Wenn Unternehmen gezwungen sind, neue Zollvorschriften zu beachten, wird es schwierig, Rohstoffe und Produkte rechtzeitig zu beschaffen. Unzulässige Lieferzeiten und plötzliche Preisschwankungen könnten zum Alltag werden.

Diese Störungen würden viele Branchen betreffen – von der Automobilindustrie bis zur Lebensmittelversorgung, vom Maschinenbau bis hin zur Technologiebranche. Die Unberechenbarkeit der Beschaffung könnte kleinere Unternehmen besonders hart treffen, die sich nicht die hohen Reserven leisten können, um plötzliche Engpässe zu überstehen. Und während große Unternehmen möglicherweise in der Lage sind, sich anzupassen, werden viele kleine Unternehmen den Belastungen nicht standhalten.

Europa ► Created by Stephanie Neumann
Europa ► Created by Stephanie Neumann

Die politischen Beziehungen zwischen den Staaten würden bei einer Auflösung der EU ebenfalls erheblich destabilisiert. Nationalistische Tendenzen könnten verstärkt werden, und Länder könnten beginnen, sich stärker auf ihre eigenen Interessen zu konzentrieren, anstatt zusammenzuarbeiten. Es könnte zu Spannungen zwischen Ländern kommen, die Ehemals durch gemeinsame Institutionen gemildert wurden.

Dieser Rückfall in den Nationalismus könnte zu einem Anstieg von Konflikten in Europa führen. Staaten, die in der Vergangenheit um territoriale Ansprüche gerungen haben, könnten wieder in alte Muster zurückfallen. Die Möglichkeit, dass die EU als Friedensprojekt gescheitert ist, könnte das Risiko militärischer Auseinandersetzungen erhöhen. Dies könnte ein Gefühl von Chaos und Unsicherheit in ganz Europa hervorrufen, was wiederum zu noch mehr Renationalisierung führt.
Mit der Renationalisierung Europas könnten wir eine Rückkehr zu alten Konzepten des Staates und der Souveränität erleben. Während die Idee eines vereinten Europas mit gemeinsamen Werten und Zielen von vielen als Fortschritt betrachtet wird, könnte die Auflösung der EU das Gegenteil bewirken. Staaten könnten beginnen, ihre Wirtschaftspolitiken zu isolieren, Abschottungsmaßnahmen zu ergreifen und den internationalen Austausch zu minimieren.

Europa ► Created by Stephanie Neumann
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Das wird nicht nur kurzfristige wirtschaftliche Probleme verursachen, sondern auch langfristige Auswirkungen auf das Wachstum, die Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Volkswirtschaften haben Europa könnte sich in ein Netzwerk aus wirtschaftlichen Insellösungen verwandeln, in dem Länder wie Einzelkämpfer agieren, anstatt miteinander zu kooperieren. Dies könnte zu einem Rückgang von Investitionen und einem Stagnieren des wirtschaftlichen Wachstums führen.

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Die hypothetische Auflösung der EU würde zu gravierenden wirtschaftlichen Verwerfungen führen. Ein Zusammenbruch des Binnenmarktes, das Ende des Euro, die Wiedereinführung nationaler Währungen, massive Inflation, Handelseinbrüche und Arbeitsplatzverluste wären nur einige der Herausforderungen, die sich aus einem solchen Schritt ergeben würden. Darüber hinaus würde die Rückkehr von Grenzen, die Störung von Lieferketten und die Zunahme nationalistischer Strömungen die politischen Beziehungen in Europa destabilisieren und zu Chaos und Unsicherheit führen.

Eine solche Zukunft möchten wir uns lieber nicht ausmalen. Lassen wir die Lehren der Geschichte und die Errungenschaften der EU dafür sprechen, wie wichtig Zusammenarbeit und Integration für den Frieden, Wohlstand und Stabilität in Europa sind.


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Der Wahnsinn hat Methode ► Donald Trump und seine arktischen Blütenträume ► Ein Film von Gerhard-Stefan Neumann ►

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Groenland ► Photographed by Gerhard-Stefan Neumann
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Ein solches Szenario könnte die Glaubwürdigkeit der USA als Weltmacht untergraben und zu einer multipolaren Weltordnung beitragen, in der Europa enger mit Skandinavien, der EU und möglicherweise Kanada kooperiert. Langfristig könnte es die Klimapolitik beeinflussen, da Grönland für den Klimawandel zentral ist.

Die USA als Führungsmacht würden isoliert dastehen, was Russland und China nutzen könnten, um Einfluss in der Arktis zu gewinnen.

Bereits die bloße Diskussion über eine militärische Option schädigt das Bündnis und erzeugt Misstrauen.

Groenland ► Photographed by Gerhard-Stefan Neumann
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Ein militärisches Eingreifen der USA in Grönland – das autonom zu Dänemark gehört, einem NATO-Mitglied – wäre ein hochgradig unwahrscheinliches und extrem destabilisierendes Szenario. Basierend auf aktuellen Diskussionen und geopolitischen Analysen (die sich auf Trumps wiederholte Äußerungen zur Übernahme Grönlands beziehen), würde dies massive Konsequenzen für die NATO, Deutschland und Europa haben.

Groenland ► Photographed by Gerhard-Stefan Neumann
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Die geopolitischen Spannungen der letzten Jahre haben das internationale Sicherheitsumfeld erheblich verändert und zu einer Neubewertung von Konfliktrisiken geführt. Insbesondere die Rhetorik und die politischen Strategien aus der US-amerikanischen Regierung während der Amtszeit von Donald Trump trugen zur Sicherheit innerhalb des NATO-Bündnisses bei. Eine der am häufigsten diskutierten Fragen war die Möglichkeit eines militärischen Eingreifens der USA in Grönland, einem autonom verwalteten Gebiet Dänemarks, das im NATO-Kontext eine besondere strategische Bedeutung hat. Diese Analyse untersuchte die hypothetischen Auswirkungen eines solchen militärischen Eingreifens auf die NATO, Deutschland und Europa insgesamt.
Grönland ist nicht nur geografisch überdimensioniert, sondern auch politisch und wirtschaftlich von großer Bedeutung. Die USA haben historisch ein Interesse an Grönland gezeigt, insbesondere aufgrund seiner strategischen Lage im Nordatlantik und der sich verändernden geopolitischen Dynamik durch den Klimawandel und militärische Aktivitäten Russlands in der Arktis. Trumps Versuch, Grönland als Teil der amerikanischen geopolitischen Überlegungen zu betrachten, gipfelten 2019 in einem Angebot, die Insel von Dänemark zu kaufen. Dieses Angebot wurde von Kopenhagen zurückgewiesen und führte zu einer weltweiten Diskussion über die Souveränität und Territorialrechte.



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Im Folgenden werden verschiedene Szenarien skizziert, die sich aus einem hypothetischen militärischen Eingreifen der USA in Grönland ergeben könnten und die sowohl direkte als auch indirekte Folgen für Nordeuropa und die NATO hatten.
Ein militärisches Eingreifen könnte in Form einer Invasion oder einer stationierten Truppenpräsenz erfolgen. Dies würde ohne ausdrückliche Zustimmung Dänemarks geschehen, was den Artikel 5 des NATO-Vertrags in Frage stellen würde, der besagt, dass ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle Mitglieder gilt. Ein solcher Schritt würde die Stabilität der NATO gefährden und möglicherweise zu internen Konflikten innerhalb des Bündnisses führen.

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Dänemark, als souveräner Staat und NATO-Mitglied, wäre gezwungen, auf ein militärisches Vorgehen der USA zu reagieren. Es könnte zu einem Aufruf zur Konsultation innerhalb der NATO kommen, wobei die Solidarität der Mitglieder auf die Probe gestellt würde. Ein solcher Eingreifen könnte die Glaubwürdigkeit der NATO in Frage stellen und dazu führen, dass andere Mitglieder ihre strategische Ausrichtung überdenken. Insbesondere osteuropäische NATO-Partner könnten sich bedroht fühlen und verstärkten Druck auf eine militärische Aufrüstung und eine engere Zusammenarbeit mit den USA ausüben.

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Ein militärisches Eingreifen würde erhebliche internationale Auswirkungen haben. Länder wie Russland und China könnten militärische oder diplomatische Gegenmaßnahmen ergreifen, um ihren Einfluss im Arktischen Raum aufzubauen. Die geopolitischen Spannungen könnten sich verschärfen, was möglicherweise zu einem neuen Wettrüsten erheblich führen würde. Multilaterale Institutionen wie die Vereinten Nationen würden unter Druck geraten, eine friedliche Lösung zu finden, während Staaten, die traditionell neutral waren, sich möglicherweise in der Auseinandersetzung verwickelt sehen.

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Ein militärisches Eingreifen der USA in Grönland würde in Europa ein Sicherheitsdilemma hervorrufen. Deutschland könnte in eine Zwickmühle geraten, da es unter dem Druck stünde, entweder die US-Politik zu unterstützen oder sich gegen die aggressive Außenpolitik der USA zu positionieren. Dies hätte zur Folge, dass Europa seine Verteidigungsstrategien überprüfen und möglicherweise die Zusammenarbeit innerhalb der EU und mit anderen NATO-Verbündeten verstärken müsste.

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Die Reaktionen auf ein solches Szenario könnten auch die politische Landschaft in Deutschland und Europa spalten. Parteien, die eine proamerikanische Außenpolitik vertreten, könnten an Popularität gewinnen, während kritische Stimmen, die eine eigenständige europäische Außenpolitik fordern, an Einfluss gewinnen könnten. Dies könnte zu einer Fragmentierung der politischen Einheit in der EU führen und die Fähigkeit zur gemeinsamen Krisenbewältigung beeinträchtigen.
Die wirtschaftlichen Konsequenzen wären ebenfalls erheblich. Ein militärisches Eingreifen würde zu Unsicherheiten auf den Märkten führen, was sich negativ auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den transatlantischen Partnern auswirken würde. Zudem könnten Ressourcen umgeleitet werden, um militärische Operationen zu finanzieren, was zu einer Vernachlässigung anderer Bereiche wie Bildung, Gesundheit und Infrastruktur führen könnte.
Insgesamt zeigt die Analyse, dass ein hypothetisches militärisches Eingreifen der USA in Grönland unter der Führung von Donald Trump nicht nur massive Konsequenzen für die NATO und Dänemark, sondern auch für Deutschland und ganz Europa hatte. Die geopolitischen Spannungen würden sich enorm verschärfen und die Stabilität der internationalen Beziehungen gefährden. Daher ist es von größter Wichtigkeit, einen Dialog über diese Themen zu führen und friedliche Lösungen zu suchen, um künftige Konflikte zu vermeiden.


Gerhard-Stefan Neumann is a German blogger, photographer and journalist who deals with the topics of photography, media, fashion, politics and social media. He is married to his wife Stephanie and has two now-married children, Stephan and Stephanie, who also work in journalism. His work can be found on Flickr, YouTube, and X (formerly Twitter).


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