Christas Osterfreude ► Eine moderne Ostergeschichte ► von Gerhard-Stefan Neumann ►

Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►
Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►

„Der Teufel hole meinen Ruf!

Eine Arbeit brauche ich!

Ein Einkommen brauche ich!

Ich berste vor Neid, wenn ich eure schönen Frauen, eure edlen Automobile und eure teuren Landhäuser sehe …“

G. B. Shaw

„Der Arzt am Scheideweg“, 1

(Dr. Ridgeon)


E D I T O R I A L

Christas Osterfreude ► Eine moderne Ostergeschichte ► von Gerhard-Stefan Neumann ►


Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Christa spielte wie immer mit ihren Murmeln. Es waren wunderschöne Murmeln, kleine und große, schön bemalt, einige von ihnen waren richtig kleine Kunstwerke aus Glas, Porzellan und sogar aus Keramik, aber das wusste Christa natürlich nicht so genau, aber ihre Mutter war sich da ganz sicher. Christa besaß ganz viele Murmeln und sie stammten aus allen Herren Ländern. Ihr Vater hatte sie ihr von seinen vielen Geschäftsreisen mitgebracht.

Und wenn ihr Papa einmal für längere Zeit zu Hause war, dann zeigte er seiner kleinen Tochter auf dem großen Leuchtglobus im Wohnzimmer all die fremden und fernen Länder, wo er die Murmeln gekauft hatte. Leider war Christas Papa viel zu oft fort und konnte sich deshalb nur ganz wenig um Christa kümmern – und das tat Christa natürlich sehr weh, denn sie liebte ihren Vater über alles auf der Welt. Und gerade heuer, ausgerechnet zu Ostern, wo es im Garten nur so blühte und die Natur erwachte, war er wieder einmal weg, auf einer großen und ganz langen Geschäftsreise. Ihre Großmutter sagte ihr gestern, dass sie schon ein großes Mädchen sein würde, wenn ihr Vater wieder kommen würde – und dabei musste die Großmutter weinen.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

In der Schule wurde Christa deswegen von ihren Kameradinnen immer ganz schlimm gehänselt, sie sagten immer, ihr Vater wäre ein ganz böser Mensch und er würde für lange Zeit im Gefängnis sitzen. Natürlich wusste Christa mit ihren sieben Jahren nicht, was ein Gefängnis ist und ihre Großmutter wollte sie auch nicht immer danach fragen, denn die Oma musste dann immer so schrecklich weinen. Besonders schlimm für Christa war es zu allem Unglück auch noch, dass sich schon seit mehreren Wochen ihre geliebte Mutter nicht mehr um sie kümmern konnte, weil diese schwer krank im Krankenhaus der großen Stadt lag. Christa durfte ihre Mutter bislang nur ganz selten sehen, weil sie ja noch so klein war und man dort, wo ihre Mutter lag, keine kleinen Kinder haben wollte. Selbstverständlich liebte Christa ihre Mutter sehr und wollte sie auch viel öfters sehen, aber das war für ihre Großmutter und sie gar nicht so einfach. Sie mussten dann immer mit dem Zug in die große Stadt fahren und dort in Busse und Straßenbahnen umsteigen, bis sie endlich in dem großen Krankenhaus ankamen. Dann mussten sie sich auch noch umziehen, bekamen Handschuhe und Schürzen und mussten über den Haaren sogar eine Haube tragen. Zu allem Überfluss mussten sie dann auch noch in so komische Sandalen hinein schlüpfen und bekamen schließlich noch ein weißes Tuch vor den Mund, so dass Christa und ihre Oma kaum richtig sprechen konnten. Christa war dann schon manchmal so müde, dass sie auf der Bank im Wartezimmer eingeschlafen war und von einer Krankenschwester geweckt werden musste.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Wenn Christa dann schließlich ihre Mutter sehen konnte, musste sie immer weinen. Vielleicht wollten die Schwestern gerade deswegen, dass Christa nicht so oft ihre Mutter besuchte – obwohl sich Christa immer bemühte, besonders tapfer zu sein. Anfassen oder gar umarmen durfte sie ihre Mutter nur ganz selten – meistens schlief sie ja und wenn sie mal gerade wach war, konnte sie sich nur mit äußerster Mühe mit ihrem Kind unterhalten. Christa tat dies jedes mal unsagbar weh, aber sie hielt immer tapfer durch. Die ersten Besuche bei der Mutter waren für Christa schlimm und sie konnte sich ganz genau daran erinnern:

Jede Menge Schläuche hingen an spitzen Nadeln, die in den dünnen Armen der Mutter steckten. Zuerst war Christa noch furchtbar über die dünnen Arme ihrer Mutter erschrocken, denn die waren nicht viel stärker als ihre eigenen. Sogar im Mund und in der Nase hatte damals ihre Mutter Schläuche stecken und alle mündeten in großen Flaschen, die an merkwürdigen Gestellen rings um das Bett der Mutter hingen.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Weißt Du Christa“, versuchte ihr die Großmutter zu erklären, „die Ärzte müssen Deine Mutter entgiften – sie hat in der letzten Zeit viel zu viel von dem Zeug … von den Medikamenten eingenommen“. Christa verstand zwar nicht, was die Großmutter meinte, aber das es schlimm war, erkannte sie am Zustand der Mutter.

Nach jedem Besuch im Krankenhaus hatte sie Alpträume, wachte mehrmals in der Nacht schweißgebadet und am ganzen Körper zitternd auf und immer waren ihr dann die Leiden der Mutter besonders nah und schmerzlich: Wie die so geliebte Mutter ihrem Bett lag und ihr einst so wunderschönes langes schwarzes Haar war wirr und ihr Gesicht fast so weiß wie das Christa betete oft und viel. Nicht nur im Religionsunterricht in der Schule, bei den Mahlzeiten zu Hause oder vor dem Schlafengehen. Fast jeden Tag schlich sie sich heimlich vom großelterlichen Bauernhof fort in die kleine Kapelle am entgegen gesetzten Ort des kleinen Dorfes. Immer mit dabei war Rex, ihr großer und starker Schäferhund. Rex war nicht nur groß und stark, sondern auch sehr klug. Und im Ernstfall würde er sie schon beschützen. So trabte der brave Rex fast jeden Tag mit der kleinen Christa im Schlepptau zu der kleinen Kapelle, machte es sich auf den sonnen erwärmten Stufen bequem und wartete geduldig, während drinnen seine junge Herrin betete. Und das konnte mitunter ganz schön lange dauern.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Ganz besonders hatte es Christa das große Kruzifix angetan, das gleich neben dem Eingang an der Wand hing. Christa war ein sehr gläubiges Mädchen. Sie verstand zwar nicht viel von diesen religiösen Dingen und im Religionsunterricht war sie hin und wieder auch nicht gerade die Aufmerksamste, aber eines wusste sie ganz genau und dessen war sie sich auch absolut sicher, wenn einer ihre Mutter wieder gesund machen und ihr den Papa zurückbringen konnte, dann war er es, Jesus, der da so schlimm geschunden am Kreuz hing – und sonst keiner· Und so betete sie mit ihrer ganzen kindlichen Inbrunst zu dem da oben – zu dem Gekreuzigten – und sie legte ihre ganze naive Frömmigkeit in ihr Gebet:

„Lieber Jesus, mache doch meine Mama wieder ganz gesund, bitte … und mache sie wieder so schön, wie sie vor der schlimmen Krankheit war und gib mir bitte meinen Papa wieder. Du weißt ja sicher, das er irgendwo in einem Gefängnis sein soll, ich weiß zwar nicht, was das ist … aber es ist bestimmt etwas ganz furchtbar Schlimmes… „, und während die Tränen in ihr hochstiegen und sie das Schluchzen kaum noch unterdrücken konnte, betete sie nach einer kleinen Pause weiter, „Ich will zu Mama, Papa und Großmutter auch immer ganz lieb sein, immer meine Hausaufgaben machen und ganz brav sein. Doch Jesus antwortete nicht .

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Ich brauche doch meine Mama und meinen Papa so ganz dringend“, drang sie weiter in den leblosen hölzernen Körper am Kreuz, doch dieser schwieg noch immer, „ich will auch ganz bestimmt jeden Sonntag in die Kirche gehen… „, flehte das Mädchen verzweifelt, doch Jesus ließ sich nicht erweichen und das blanke Entsetzen machte sich in dem hilflosen, kleinen Mädchenkörper breit:

Bitterlich weinend streckte sie die Ärmchen in die Höhe und in einem Gemisch aus kindlichem Zorn, verbunden mit der ganzen Unwissenheit und dem Unverständnis ihrer geplagten Seele schrie sie dem Gekreuzigten entgegen:

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Jesus … hörst Du mir überhaupt zu … ?“ Und Jesus schwieg noch immer und je mehr sie ihn anflehte, bettelte, ja, ihn mit ihren Blicken förmlich verschlang, so, als wollte sie zu ihrem unsagbaren Leid noch seines mit in sich aufnehmen, desto ferner und unnahbarer erschien er dem jungen Menschenkind, das seiner Hilfe so dringend bedurft hätte.

Nach einer Weile ergab sich das Kind seinem Schicksal. Jesus – ausgerechnet ihr Freund – wollte ihr also nicht helfen. Nun war sie mit sich und ihrer Not alleine. Wer weiß, was nun aus ihrer Mutter, ihrem Vater und der betagten Großmutter werden sollte. An sich dachte sie dabei am wenigsten. So schickte sie sich in ihrer unverstandenen und verschmähten Liebe zu dem Gekreuzigten an, die Kapelle zu verlassen und in ihrer grenzenlosen Traurigkeit den Heimweg anzutreten. Zuvor aber wollte sie dem so scheinbar Mächtigen einen langen, tiefen Blick, in dem die ganze Verachtung ihres jungen Lebens lag, zuwerfen, gleichsam so, als wollte sie sagen:

„Du da oben warst meine ganze Hoffnung, wie soll ich da unten, mit der ganzen Last meines jungen Lebens alleine zurechtkommen?“

Doch es blieb beim Gedanken, beim Plan, beim Vorhaben.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Als sie sich erhob, sah sie zu ihrem grenzenlosen Erstaunen, wie ein gleißender Lichtstrahl die großen bunten Fenster am Altar durchdrang und das imposante Kreuz in einem Lichtermeer aus Farben erleuchten ließ. Und während das gläubige junge Menschenkind noch andächtig die kleinen Hände etwas unbeholfen zum Gebet faltete, erklang die sonst so schmalbrüstige Orgel des Kirchleins zu einem machtvollen musikalischen Orkan, so, als hätten sämtliche himmlischen Heerscharen gleichzeitig ihren göttlichen Einsatzbefehl erhalten. Und noch ehe sich die kleine Christa von dieser für sie im wahrsten Sinne des Wortes himmlischen Überraschung erholen konnte, öffnete sich mit einem Schlage das Portal der Kapelle und eine ganz in weiß gekleidete Gestalt, umgeben von einem Strahlenkranz aus leuchtenden Sternen, betrat den Kirchenraum und kam auf das Mädchen zu.

„Ein Engel “ stotterte die verdutzte Christa, „Jesus hat mir tatsächlich geholfen …“ und sank mehr aus Erschöpfung über das eben Erlebte als aus Demut auf die Knie. „Doch der Engel nahm sie an der Hand und sprach mit ruhiger und sanfter Stimme:

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Fürchte Dich nicht mein Kind, der Herr ist bei Dir und Du wirst sehen, es wird alles wieder gut“. Wie zum Beweis führte der Engel das Mädchen an das Kreuz und zeigte auf seinen Herrn, den Gekreuzigten und meinte zu dem Mädchen: „Verzweifle nie an Dir oder Deinem Glauben, ER wird immer bei Dir sein“. Selbstredend hatte Christa ab sofort nicht mehr den geringsten Zweifel, schließlich war Jesus ihr Freund, zudem hatte sie dies jetzt sozusagen sogar amtlich – oder hätte er ihr sonst einen seiner Engel geschickt? Und als sie zu ihm hoch sah, um sich bei ihm zu bedanken, sah sie wie er lächelte und wie seine Augen in sichtlicher Freude über sein gelungenes Werk leuchteten und wie er Tränen der Freude vergoss.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Der Engel hieß das Mädchen, die Hände zu einer Schale zu formen und die Tränen des Gekreuzigten darin aufzufangen. „Jesus, bitte, weine nicht “ flehte das Mädchen ihn an, „ich bin ja bei Dir … und ich gehe bestimmt auch nicht weg, jedenfalls nicht gleich … und ich komme auch jeden Tag wieder, versprochen…“, und mit einem Male war das kleine Kirchenschiff von einer einzigen, klangvollen und mächtigen Stimme erfüllt und sie sprach:

„Dein Leben ist auch mein Leben. Gehe nun nach Hause zu Deiner Familie und Deine Gedanken werden fortan auch die meinen sein. Und vergiss es niemals:

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Meine Tränen werden Dir fortan immerwährend Erlösung und Glück bringen und Dir alle Deine Wünsche erfüllen“. Kaum waren die letzten Silben der wahrhaft himmlischen Stimme verklungen, erlosch das Licht, erstarb die Musik der Orgel, war Christas Schutzengel verschwunden und der Gekreuzigte hing genauso hölzern und unbeweglich am Kreuz der kleinen Kapelle wie die Jahrhunderte zuvor auch. Und als das Mädchen die gefalteten Hände öffnete, hörte sie etwas zu Boden fallen – sie bückte sich und fand eine wunderschöne Murmel. Es war die schönste Murmel, die sie je in ihrem jungen Leben gesehen hatte – groß, bunt und unsagbar leicht. Sie hob sie auf und richtete ihren fragenden Blick auf Jesus – doch der blieb stumm …

Federleicht lag die Glasperle in ihrer kleinen Hand. Eine wunderbare, fast herzliche Wärme ging von ihr aus, spendete Liebe und Zuversicht, nahm alle Sorgen des Mädchens in sich auf und machte es froh und glücklich.

Mitten in der Nacht schreckte Christa aus ihrem tiefen Schlaf hoch …

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Habe ich das alles nur geträumt“, fragte sie sich erstaunt, aufgeregt und gleichermaßen beglückt zugleich. „Das kann doch nicht sein, das ist doch unmöglich“, flüsterte sie froh und gleichzeitig etwas beunruhigt, „Jesus ist doch tot … oder sollte er tatsächlich doch …?“ Sie drehte sich herum und machte Licht. Im Schein des kleinen Nachttischlämpchens sah sie sich in ihrer kleinen Kammer um und stellte zu ihrer Beruhigung fest, das alles so war wie die ganzen langen Nächte zuvor auch. Vor dem Bett lag Rex, ihr treuer Schäferhund, er schlief tief und fest. Im Bett, am Fußende lag wie immer Mickey, die Katze. Alles war wie sonst auch, wenn da nicht ein verräterische Blinken neben dem Nachttischlämpchen gewesen wäre … Da lag die Murmel aus dem Traum …

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Also doch, Jesus ich liebe Dich …“ flüsterte das Mädchen glücklich und zufrieden und verkroch sich wieder in ihrem Bett, ohne natürlich nicht die Murmel aus den Augen zu lassen, deren Leuchtkraft die ganze Welt hätte erwärmen können. Und fortan gehörte sie Christa ganz alleine – für immer, für ihr ganzes Leben. Und Christa wusste, dass sie sich nie mehr in ihrem weiteren Leben Sorgen machen müsste, dass sie nie mehr Angst haben müsse. Und irgendwann überwältigte die Müdigkeit das Mädchen endgültig …

Das Frühjahr hatte schon längst begonnen, die Natur erwachte aus ihrem langen Winterschlaf, es grünte und blühte an allen Ecken und Enden, ja selbst die Tiere spürten instinktiv, dass die Zeit der Paarung nahe war. Ostern lag spät in diesem Jahr und so war es kein sonderliches Wunder, dass für Mitte April die Sonne ihre warmen Strahlen schon recht kräftig auf die Mutter Erde herunter scheinen ließ.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Und eben diese warmen Strahlen drangen früh am Morgen des Gründonnerstag in Christas Schlafkammer und kitzelten mit ihren vorwitzigen Strahlenspitzen so lange an Christas Stupsnäschen herum, bis sich die verschlafene Maus endlich anschickte, wach zu werden und den neuen Tag zu begrüßen. Natürlich hatte Christa wie alle anderen Schulkinder schon längst die sehnlichst erwarteten Osterferien, hätte also getrost noch eine Stunde in den heiß und innig geliebten Federn verbringen können, aber eine plötzliche unerklärlich Unruhe holte das kleine Mädchen mit Macht in die Wirklichkeit des neuen Tages. Verdutzt räkelte sich der kleine Schlafratz in den warmen und weichen Federn, malträtierte dabei, natürlich ungewollt, mit seinen kleinen Füßchen die behäbige schwarze Katze, die natürlich auch wie sonst immer am Fußende des Bettes schlief und die sofort mit einem beleidigten Miauen ob dieser ungewöhnlichen Behandlung aus dem Bett und dem mächtigen Schäferhund Rex in dessen breites Kreuz sprang. Dieser beschwerte sich natürlich postwendend. Einerseits mit einem lauten Bellen und andererseits mit einem gewaltigen Sprung auf seine vier Pfoten. Dabei warf er fast Christas Oma vom Stuhl, die schon längere Zeit auf das Aufwachen ihrer kleinen Enkelin gewartet hatte.

„Oma“, fragte das Kind neugierig, „was ist denn, warum sitzt Du hier … ist etwas geschehen, haben wir vielleicht schon Ostern?“ „Nein, mein Kind“, antwortete die Großmutter und nahm das Kind zärtlich in die Arme, „stell Dir vor Christa, Deiner Mutter geht es seit gestern so gut, dass sie auf jeden Fall über die Feiertage bei uns sein kann … es ist ein Wunder geschehen“. „Oh fein“, jubelte das Mädchen, „Oma, Oma, ich habe es gewusst … ich habe es gewusst … Jesus hat mir also doch geholfen und ich habe es nicht nur geträumt“.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Und das Kind erzählte der Großmutter seinen Traum. Diese guckte zwar anfangs ziemlich skeptisch über ihre alte Nickelbrille, aber zu guter Letzt ließ sie sich doch von der Begeisterung der Enkeltochter anstecken:

„Aber weißt Du Christa“, meinte sie schließlich, „das ist ja längst noch nicht alles. Heute morgen, in aller Herrgottsfrühe hat das Gefängnis … äh … das Gericht angerufen und mir mitgeteilt, das Dein Vater noch heute entlassen wird … und zwar für immer. Ich verstehe das auch nicht, aber er muss nicht mehr zurück, er muss nie wieder fort“.

Mit einem lauten Freudenschrei, der einem halben Indianerstamm zur Ehre gereicht hätte, fiel das Mädchen der Großmutter um den Hals, und dies mit einer solchen Wucht, dass kopfüber der Stuhl kippte und beide zu Boden fielen. Hund und Katze verschwanden vor Schreck über diese unerwarteten Gefühlsausbrüche schnurstracks unter Christas Bett. „Mein Gott Christa“, jammerte die alte Großmutter aus Verzweiflung und vor Schmerz, „ich bin doch eine alte Frau, mein Gott, mein Kreuz … auaah … und meine Brille … mein Gott, wie soll ich denn jetzt wieder jemals hochkommen?“

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Doch das Kind jauchzte nur so vor Vergnügen, hüpfte mit einem Satz zurück ins Bett – dass Hund und Katze unter dem Bett wahrscheinlich dachten, das Ende ihrer Tage wäre gekommen – schnappte sich die Murmel, faltete die Hände, schloss die Augen, ging in sich und betete. „Schließlich“, so fand Christa, „könne jetzt Jesus mal zeigen, was er könne – und außerdem wünschte sie sich es so sehr“.

Christa betete lange und inbrünstig und es war nicht umsonst. Als sie wieder die Augen öffnete erkannte sie ihre Großmutter nur mit Mühe wieder: Vor ihr stand eine gut gekleidete und wohlgenährte Dame mittleren Alters mit glatter und straffer Haut und eleganter Frisur und das Gesicht der Frau strahlte eine mütterliche, ja, fast eine großmütterliche Wärme aus. Und im Arm hielt diese Person ein Katzenbaby mit einem tiefschwarzem Fell und weißen Pfötchen, und zu ihren Füßen saß ein junger Schäferhund, der sie aus seinen großen, braunen Hundeaugen freundlich ansah. „Den alten, zerbrochenen Stuhl und die kaputte Brille“ dachte sich Christ insgeheim, “ würde sie gleich nach dem Frühstück in den Mülleimer werfen“.

Den großen, hageren Mann, der sich mühsam die Auffahrt zum Haus hoch kämpfte, erkannte Christa erst, als er vor ihr stand. Er trug einen alten, abgewetzten Regenmantel und darunter einen mindestens ebenso schäbigen dunklen Anzug, der ihm zudem noch viel zu weit war – jedenfalls schlotterte er an ihm ebenso herum, wie ihr altes Kleid draußen auf dem Acker an der Vogelscheuche. Der alte Schlapphut, den der Unbekannte auf seinem Kopf trug, hatte offenbar auch schon bessere Tage gesehen. Sein Gesicht war grau, die Haut eingefallen und tiefe Falten sprachen die sprichwörtliche Verzweiflung des Mannes aus.

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

„Papa“, fragte Christa zögernd, freudig erregt und mitfühlend gleichermaßen, „Ja, mein Kind“, nickte der Mann und seine Stimme klang müde und brüchig, „ich bin Dein Vater“. Er hob seine kleine Tochter auf, nahm sie in die Arme und hielt sie ganz lange Zeit fest.

Am späten Nachmittag brachten die Sanitäter in einem großen Krankenwagen Christas Mutter. Sie saß in einem Rollstuhl und die Männer hoben sie mit einer besonderen Vorrichtung, die an dem Krankenwagen angebracht war, aus dem Auto und schoben sie ins Haus. Sie war noch sehr schwach und konnte kaum reden.

Wenig später lagen sich die Eltern in den Armen und beide weinten bitterlich. Ihr Schluchzen war so laut und so entsetzlich klagend, dass es Christa nicht mehr mit anhören konnte. Sie ging in ihr Zimmer und verschloss hinter sich die Tüte. Sie nahm ihre große, neue und wundervolle Murmel, kniete vor dem Kruzifix nieder und betete …

Christa's Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann
Christa’s Easter joy ► Created by Gerhard-Stefan Neumann

Es war eine himmlische Musik, die Christa wieder in die Gegenwart zurückbrachte. Wie aus fernen Welten klangen die Harmonien der Sphären an ihr Ohr und eine ihr wohlbekannte Stimme sprach zu ihr: „Wer auf Jesus vertraut ist niemals verlassen“. Christa öffnete die Augen und sah sich schier starr vor Erstaunen in ihrem Zimmer um:

Da sah sie ihren Schutzengel am offenen Fenster sitzen und er lächelte sie an …

Autorenvermerk:

Gerhard-Stefan Neumann

Copyright © 2026 Gerhard-Stefan Neumann Media TV Blog

Copyright und alle Rechte ausschließlich beim Autor. Nachdruck nur gegen Beleg und Honorar und „nur nach vorheriger Genehmigung“ gestattet.


Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►
Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►

Gerhard-Stefan Neumann is a German blogger, photographer and journalist who deals with the topics of photography, media, fashion, politics and social media. He is married to his wife Stephanie and has two now-married children, Stephan and Stephanie, who also work in journalism. His work can be found on Flickr, YouTube, and X (formerly Twitter).


Gerhard-Stefan Neumann ► Freier Journalist ► Norikerstr. 19 ► 90402 NürnbergPhone 01577 6 31 06 73E-MAIL-Adresse ► mailto:buero@gerhardstefanneumann.deInternet ► http://www.gerhardstefanneumann.de/


Ein Spendenbutton mit dem Text 'Donate With PayPal' und dem PayPal-Logo.
Ein Spendenbutton mit PayPal-Logo und Text.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

The Mysterious Intersections of Mysticism Art and Crime in the Bible ► by Gerhard-Stefan Neumann

Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►
Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►

Gerhard-Stefan Neumann is a German blogger, photographer and journalist who deals with the topics of photography, media, fashion, politics and social media.


Mysticism is associated with the Bible, as the term originally referred to „mysterious“ rituals and, in early Christianity, encompassed biblical, liturgical, and spiritual dimensions. Art and crime are also themes linked to the Bible, as it contains a wide range of stories, moral questions, and cultural depiction.


The Mysterious Intersections of Mysticism, Art, and Crime in the Bible …


The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

The Bible is a treasure trove of stories, moral dilemmas, and cultural narratives. It’s not just a religious text; it’s a magical book that weaves together mysticism, artistic expression, and crime. Each aspect offers a unique lens through which we can explore the human experience.

Mysticism originally referred to practices and beliefs centered around the mysterious elements of faith and spirituality. In early Christianity, this meant engaging with biblical texts that hinted at the divine mysteries of God. From visions and dreams to parables filled with hidden meanings, the Bible invites readers into a profound exploration of their relationship with the divine. For example, take the Book of Revelation, which is saturated with symbolic images and mystical visions. Its apocalyptic narrative challenges us to think beyond the literal and strive for deeper understanding. This mysticism encourages personal interpretation, inviting believers to find their own path to divinity.

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

Art has thrived on biblical stories. Think of the stunning frescoes of Michelangelo in the Sistine Chapel, or the hauntingly beautiful works of Caravaggio. These artists didn’t merely illustrate biblical tales; they interpreted and conveyed deep spiritual truths.
The richness of biblical narratives provides endless inspiration for artists. From the Creation story to the Crucifixion, each event is brimming with emotional complexity. Artists have captured not just the visuals but the essence of humanity’s struggle with sin, redemption, and hope.

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

Now let’s dive into the darker side – the crime. The Bible does not shy away from providing raw accounts of betrayal, murder, and deceit. Think about Cain and Abel or the story of David and Bathsheba. These narratives challenge readers to grapple with complex moral questions.
What does it mean to commit a crime? What are the consequences? The Bible offers a harsh perspective on sin and justice, yet also presents redemption and forgiveness as central themes. It encourages us to reflect on our own actions and their implications within a moral framework.

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

As these themes intertwine, the Bible’s influence seeps into various aspects of culture – music, literature, and film. Works like „The Scarlet Letter“ or films like „The Passion of the Christ“ epitomize the fusion of biblical themes with societal commentary on spirituality and morality.

In wrapping up, the mysticism in the Bible opens the door to understanding the universe beyond mere facts. Coupled with its artistic representations and exploration of crime and morality, the Bible remains a compelling text filled with lessons that resonate with the human experience.


Gerhard-Stefan Neumann is a German blogger, photographer and journalist who deals with the topics of photography, media, fashion, politics and social media. He is married to his wife Stephanie and has two now-married children, Stephan and Stephanie, who also work in journalism. His work can be found on Flickr, YouTube, and X (formerly Twitter).


Gerhard-Stefan Neumann► Freier Journalist ► Norikerstr. 19 ► 90402 Nürnberg► Phone 01577 6 31 06 73► E-MAIL-Adresse ► contact@neumann-nuernberg.de Internet ► http://www.neumann-nuernberg.de/


Ein Spendenbutton mit dem Text 'Donate With PayPal' und dem PayPal-Logo.
Ein Spendenbutton mit PayPal-Logo und Text.

 

Die Bibel ► Ein Schatz menschlicher Erfahrung ► by Gerhard-Stefan Neumann

Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►
Gerhard-Stefan Neumann ► Photographed by Stephanie Neumann ►

Gerhard-Stefan Neumann is a German blogger, photographer and journalist who deals with the topics of photography, media, fashion, politics and social media.


Die Bibel ► Ein Schatz menschlicher Erfahrung ► by Gerhard-Stefan Neumann ►


The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

 Oft wird die Bibel lediglich als religiöser Text betrachtet, doch sie ist weit mehr als eine Sammlung von Lehren und Dogmen. Sie ist ein wahrer Schatz – voller Geschichten, moralischer Dilemmata und kultureller Erzählungen, die die Komplexität menschlicher Erfahrung widerspiegeln. Stellen Sie sie sich wie eine alte, verstaubte Truhe voller Juwelen vor, von denen jedes einzelne Bedeutungsebenen offenbart, die unser Verständnis von Leben, Liebe und Spiritualität tiefgreifend verändern können. In ihren Seiten findet sich nicht nur das Göttliche, sondern auch ein Spiegelbild der komplexesten Gefühle, Kämpfe und Sehnsüchte der Menschheit.

 

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

Im Kern ist die Bibel Erzählkunst in ihrer schönsten Form. Von der Schöpfungsgeschichte in der Genesis bis zu den Gleichnissen Jesu sind diese Erzählungen reich an vielschichtigen Charakteren, dramatischen Wendungen und moralischen Lehren. Nehmen wir zum Beispiel die Geschichte von David und Goliath. Vordergründig erzählt die Geschichte von einem jungen Hirten, der einen Riesen besiegt, doch ihre tiefere Botschaft geht weit über den bloßen Sieg hinaus. Sie spricht vom Mut, der angesichts übermächtiger Gegner gefunden wird, und vom Glauben an sich selbst, entgegen gesellschaftlicher Erwartungen. Jedes Mal, wenn diese Geschichte erzählt wird, inspiriert sie Menschen dazu, sich ihren eigenen Herausforderungen zu stellen, seien es persönliche oder gesellschaftliche Ungerechtigkeiten.

 

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

Gleichnisse wie das vom barmherzigen Samariter sind ebenso eindringlich. Sie fordern die Leser auf, über soziale Normen und Vorurteile hinauszublicken und Mitgefühl für diejenigen zu entwickeln, die als „anders“ gelten. Diese Erzählung, tief in ihrem historischen Kontext verwurzelt, hallt auch heute noch in den Debatten über Rasse, Inklusion und Moral nach. Durch solche Geschichten wird die Bibel nicht nur zu einem Relikt der Antike, sondern zu einem lebendigen Dokument, das uns einlädt, die Themen Empathie und Gerechtigkeit zu erforschen.
Der Reichtum der Bibel erstreckt sich auch auf ihre moralischen Dilemmata. Figuren wie Hiob ringen inmitten von Leid mit dem Glauben und stellen die Grenzen der Geduld und Ausdauer auf die Probe. Seine Geschichte regt die Leser zum Nachdenken über Fragen der Gerechtigkeit und der Theodizee an – warum widerfahren guten Menschen schlimme Dinge? Die in diesen Erzählungen enthaltenen ethischen Rahmen fördern kritisches Denken über Moral, menschliche Schwäche und Widerstandsfähigkeit.

 

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

Darüber hinaus bietet das Buch der Sprüche prägnante Weisheit in kurzen Aussagen, die als praktische Lebensratschläge dienen. Seine Ratschläge umfassen verschiedene Lebensbereiche – von Beziehungen bis hin zur Arbeitsethik – und laden die Leser ein, sich mit der moralischen Struktur ihres Lebens auseinanderzusetzen. Hier fungiert die Bibel als Kompass, der den Einzelnen durch die Komplexität von Entscheidungsprozessen und dem Streben nach Tugend leitet.

Die Bibel ist ein vielschichtiges Geflecht kultureller Erzählungen, die die Kontexte ihrer Entstehung widerspiegeln. Sie erfasst die gesellschaftlichen Normen, Werte und Konflikte antiker Zivilisationen und erhellt so das kulturelle Erbe des Nahen Ostens und darüber hinaus. Beispielsweise erzählt der Bericht vom Auszug der Israeliten aus Ägypten eine Geschichte von Befreiung, Widerstandskraft und Identitätsfindung. Diese Erzählung ist nicht nur historisch; sie ist zum Sinnbild für Freiheitskämpfe über Kulturen und Epochen hinweg geworden und hat unzählige Bewegungen gegen Unterdrückung inspiriert.

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

Darüber hinaus durchdringt der Einfluss biblischer Geschichten Kunst, Literatur und Musik durch die gesamte Geschichte hindurch. Von Michelangelos Sixtinischer Kapelle bis hin zu modernen Spirituals verdeutlichen die von diesen Texten inspirierten künstlerischen Ausdrucksformen ihren tiefgreifenden Einfluss auf die menschliche Kreativität. Die der Bibel entnommenen Bilder und Themen haben das kulturelle Erbe bereichert und sind zu universellen Bezugspunkten geworden, die die menschliche Existenz berühren.
Neben ihren erzählerischen und moralischen Dimensionen befasst sich die Bibel auch mit Mystik und spiritueller Suche. Texte wie das Buch Prediger und das Hohelied laden die Leser ein, sich auf romantische und philosophische Weise mit dem Göttlichen auseinanderzusetzen. Diese Schriften vermitteln nicht nur die Suche nach dem Sinn des Lebens, sondern beschwören auch die Schönheit der Liebe, der Natur und der Vergänglichkeit des Lebens herauf.

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

Die mystischen Traditionen der biblischen Literatur, wie sie in Büchern wie der Offenbarung oder den prophetischen Schriften ihren Höhepunkt finden, fordern die Leser heraus, über die greifbare Welt hinauszudenken. Sie regen zur Reflexion über die göttliche Gegenwart an, die das Dasein durchdringt, und laden zu persönlichen Begegnungen mit Spiritualität ein, die über konventionelle religiöse Interpretationen hinausgehen.

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

In der heutigen, zunehmend komplexen Welt ist die Relevanz der Bibel allgegenwärtig und berührt Themen, die in unseren modernen Erfahrungen widerhallen. Fragen der Gerechtigkeit, des Mitgefühls, der Sexualität und der existenziellen Angst sind tief in der heutigen Gesellschaft verwurzelt. Die Bibel wird somit zu einer Linse, durch die wir unsere Werte und Überzeugungen überprüfen können, und regt zu einer sorgfältigen Auseinandersetzung damit an, wie uralte Weisheit die gegenwärtigen Debatten bereichern kann.

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

Die Erzählungen regen uns dazu an, über unseren moralischen Kompass und unsere individuelle Verantwortung nachzudenken. In einer Zeit der Spaltung und des Konflikts erinnern uns die Botschaften der Liebe, der Vergebung und der Versöhnung in der Bibel eindringlich an unsere gemeinsame Menschlichkeit. Jede Geschichte lädt uns ein, Tugenden zu leben, die das gegenseitige Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft fördern.

The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►
The Bibel ► Created by Stephanie Neumann ►

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bibel nicht ausreichend als rein religiöser Text betrachtet wird. Sie ist eine uralte Schatzkammer voller Juwelen, die die Weite menschlicher Erfahrung erhellen. Durch ihre Geschichten, moralischen Dilemmata, kulturellen Erzählungen und spirituellen Betrachtungen entdecken wir einen reichen Wissensschatz, der Wachstum, Verständnis und Verbundenheit fördert.
Wenn wir in dieses zeitlose Werk eintauchen, sollten wir seine Lehren und Erkenntnisse annehmen und uns von ihnen durch die Komplexität von Leben, Liebe und Spiritualität leiten lassen. Die Bibel ist wahrlich ein Quell der Weisheit, der darauf wartet, erkundet zu werden, ein Leuchtfeuer, das uns den Weg zum Verständnis von uns selbst und der Welt erhellt. Ob man sie nun aus religiöser, philosophischer oder literarischer Perspektive betrachtet – die Juwelen in ihren Seiten bieten unschätzbare Schätze, die unser Herz und unseren Verstand bereichern und weit über die Grenzen religiöser Doktrinen hinauswirken.


Gerhard-Stefan Neumann is a German blogger, photographer and journalist who deals with the topics of photography, media, fashion, politics and social media. He is married to his wife Stephanie and has two now-married children, Stephan and Stephanie, who also work in journalism. His work can be found on Flickr, YouTube, and X (formerly Twitter).


Gerhard-Stefan Neumann ► Freier Journalist ► Norikerstr. 19 ► 90402 NürnbergPhone 01577 6 31 06 73E-MAIL-Adresse ► contact@neumann-nuernberg.deInternet ► https://neumann-nuernberg.de


Ein Spendenbutton mit dem Text 'Donate With PayPal' und dem PayPal-Logo.
Ein Spendenbutton mit PayPal-Logo und Text.